Eröffnung „Tag des offenen Denkmals“/ Eröffnung „Die Kulturei“/ Sonderausstellung zur Telegrafenlinie

Zitadellenfest 2016

Die Sonne scheint über dem beeindruckenden Eingangsportal. Bester Laune bahnen sich die erste Gäste ihren Weg hoch zur Festung, auf dem Festplatz machen sie es sich gemütlich mit Kaffee und zweitem Frühstück. Dann geht es los: Das Zitadellenfest 2016. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die landesweite Eröffnung des „Tag des offenen Denkmals“ durch Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Zum ersten Mal wurde die Mainzer Zitadelle als Eröffnungsort ausgewählt. „Historische Gebäude und Anlagen geben unserem Land ein unverwechselbares Gesicht. Das ist ein Engagement, das sich lohnt“, betont Wolf.

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Entdeckungstour durch die Zitadelle

Am Stand der Initiative Zitadelle Mainz e.V. (IZM) sammelt sich eine große Menschentraube. Sie warten allesamt auf die erste Führung. 45 Minuten lang gibt es dabei spannende Infos und eine Tour quer durch die Zitadelle. Mit Blasmusik der Hechtsheimer Dragoner wird das Festungsfrühstück des Garnisionsmuseums eingeleutet. Beim Bouleturnier geben Profis und Neulinge ihr Bestes, alle Spielfelder sind belegt. Gleich nebenan lassen es sich Gäste bei Wein und Crêpes gut gehen. Und das alles mit Blick über die Mainzer Dächer unter strahlend blauen Himmel.

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Besondere Gäste auf der Zitadellenwiese

Old- und Youngtimer parken auf der Zitadellenwiese. Große Augen machen Eltern wie Kinder bei diesen außergewöhnlichen Autos. Premiere am diesjährigen Festtag ist die Parade einer Auswahl der Fahrzeuge entlang der Hauptbühne. Zu jedem Einzelnen erhalten die Besucher Fakten und auch ganz persöchnliche kleine Details über die Besitzer. Für die kleinen Gäste gibt es aber nicht nur was zu sehen, sondern auch zu tun. Bei der Kinderralley lernen sie mehr über die historische Festung, Fingerfertigkeit zeigen sie auf der Handwerkerstraße, beim Hämmern, meißeln oder sägen. Im IZM-Gewölbe bemalen Kinder Teller und Tassen oder lassen sich mit etwas Schminke in einen Schmetterling verwandeln.

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„Die Kulturei“ erwacht zu neuem Leben

Am Nachmittag ist es endlich soweit, die beliebten Kasematten werden wiedereröffnet. Jetzt unter dem Namen „Die Kulturei“, sollen hier zukünftig kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Yvonnne Wuttke, verantwortlich für die Kulturei ruft dazu auf, Ideen direkt auf den ausgelegten Postkarten zu teilen. „Wir freuen uns mit der Kulturei einen neuen kulturellen Raum für die Mainzer Bürger zu schaffen. Besonders gespannt bin ich auf die Eventvorschläge“, sagt Wuttke.

 

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Nachbau optischer Telegraf

Fußabrücke auf dem Boden führen die Besucher zur Drususwiese. Hier gibt es die diesjährige Sonderausstellung zu entdecken, die erste Telegrafenlinie zwischen Mainz und Metz. Durch einen Schaukasten und ein Modell des Telegrafenmasts, lässt sich die einstige Telegrafenstation auf dem Drususstein bestens vorstellen. Weinpicknick, Barbecue und der Jazz Workact laden hier abseits vom Trubel des Fests zum entspannten Schlemmen ein. Mehr Live-Musik gibt es an der Hauptbühne zu hören. Polygon Ensemble, Rheingold Musikgruppe, Jazz Workakt, DUO Subway und Big Band 6-5000 sorgen für Stimmung.

Am frühen Abend geht ein erfolgreiches Zitadellenfest zu Ende. Die Vorfreude auf nächstes Jahr verlässt die Mainzer Festung mit zufriedenen Besuchern.