Großer Meilenstein für die Mainzer Festung: Nach jahrelangen Bemühungen der Initiative Zitadelle Mainz e.V., beginnen in diesem Jahr die notwendigen Sanierungsarbeiten der Festungsmauern. Infolge von Mauerausbrüchen wurden immer wieder punktuell Reparaturen vorgenommen. Jetzt steht eine großflächige Sanierung im Zitadellengraben und an der Windmühlenstraße an. 1,5 Millionen Euro stehen im Haushaltsplan 2017/2018 der Stadt Mainz jährlich bereit.

„Wir freuen uns, dass unsere langjährige Arbeit nun Früchte trägt. Vor allem aber darüber, dass die dringend erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen der Festungsmauern vorgenommen werden“, sagt Kay-Uwe Schreiber, Vorsitzender der Initiative Zitadelle Mainz e.V.

Ein Gutachten der Gebäudewirtschaft Mainz aus dem Jahr 2015, belegt die Gefährdung der Verkehrssicherheit durch die Mauern der Zitadelle. Fugen wurden im Laufe der Zeit ausgewaschen, Steine lösen sich und die äußeren Mauerschalen sind teilweise vom Mauerkern getrennt. Dadurch können Steinschläge und Mauerausbrüche folgen. Um ein Konzept zu entwickeln, das sowohl die Denkmalpflege als auch eine naturverträgliche Instandsetzung berücksichtigt, wurden zwei weitere Gutachter hinzugezogen und ein Gesamtgutachten erstellt. Kompromisse zwischen den beiden Parteien sind unumgänglich. So wurden 129 Bäume gefällt, die das Mauerwerk akut gefährdeten. Zum Schutz der vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt innerhalb der Festungsgrenzen, werden auf dem Gelände, aber vor allem in der näheren Umgebung der Zitadelle neue Bäume gepflanzt.

Eine Kurzfassung des Gutachtens finden Sie hier.