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Luftschutzraum

Luftschutzraum

Schutzräume dieser Art („LS-Räume“) gab es in zahlreichen Festungsbauwerken der Oberstadt. Sie boten nicht zuletzt wegen ihrer hohen Erdabdeckung einen besseren Schutz als die meisten Gebäudekeller in der übrigen Innenstadt.

Dieser Luftschutzraum mit seinen stollenartigen, mehrfach abgewinkelten Gängen wurde mit Ziegelsteinen ausgemauert. Die Kappendecke besteht ebenfalls aus Ziegelsteinen, die in den Flanschen von Stahlträgern aufliegen. Eine 40 mm dicke Stahltür mit beidseitiger Doppelverriegelung bot ausreichende Sicherheit auch bei Bombentreffern in unmittelbarer Nähe.

In den schmalen Gängen gab es nur wenige Bänke, so dass dort das Ende der Luftangriffe teilweise stehend abgewartet werden musste. Ausschließlich der erweiterte mittlere Teil ließ das Aufstellen von Stühlen zu. Eine Trockentoilette mit Chlorkalkdesinfizierung befand sich in einem abgetrennten Bereich. Die Anlage war in erster Linie für 60 Wehrmachtsangehörige aus der damaligen „Benediktiner-Kaserne“ oder auch Doppelkompaniekaserne (heute Bau E) gedacht.